Eines der ältesten Leuchtturmprojekte
Bereits durch Frau Brost persönlich und ab 1997 zunächst durch die Erich-und-Anneliese-Brost-Stiftung fortgeführt wurde das Kinderheim der Funke-Stiftung des städtischen Heimverbundes gefördert und gehört damit zu den ältesten Leuchtturmprojekten der Anneliese Brost-Stiftung.
Betreuung und Verselbständigung
Im Heimverbund werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 7 und 18 Jahren betreut und gefördert. In den sechs Außenwohngruppen, welche im Stadtgebiet verteilt liegen, leben jeweils acht bis neun junge Menschen in Doppel- und Einzelzimmern. Zur Vorbereitung auf die selbständige Lebensführung stehen Trainingswohnungen und eine Etage im Stammhaus in Essen-Bredeney für selbständiges betreutes Wohnen (SBW) zur Verfügung. Daneben werden Jugendliche von einem Team „flexible Hilfen“ begleitet – z. B. nach dem Umzug in eine eigene Wohnung.
Pädagogische Förderung
Der Schwerpunkt der Arbeit der Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Heilpädagog*innen und hauswirtschaftlichen Mitarbeiter*innen liegt in der Förderung der emotionalen, schulischen und gesundheitlichen Entwicklung. Nach Abschluss der Schulausbildung erfolgt gemeinsam die Suche nach einer Lehrstelle oder einem Studienplatz. Oft begleitet das Team auch in berufsvorbereitende Maßnahmen.
Das GerD-Team der Anneliese Brost-Stiftung
Die Anneliese Brost-Stiftung unterstützt die Arbeit durch die Finanzierung von zwei Lehrer*innen, einem Heilpädagogen und einem Freizeitpädagogen. Als eigenes pädagogisches Instrument nutzt dieses gruppenergänzende (GerD-)Team die Helferkonferenz, bei der interdisziplinär die besonderen Förderbedarfe der Bewohner*innen besprochen, koordiniert, geplant und kontrolliert werden.
Heilpädagogik
Heilpädagogik unterstützt Kinder und Jugendliche durch eine ganzheitliche, individuell angepasste Förderung. Seit August 2024 bereichert eine neue Heilpädagogin das Team und arbeitet mit Methoden aus der Traumatherapie, Psychomotorik, Gestalttherapie und Verhaltenstherapie. Neben der Arbeit mit den Kindern berät sie die Wohngruppen-Teams und bietet Eltern Erziehungsberatung an.
Freizeitpädagogik
Im Zeitraum von Oktober 2024 bis März 2025 konnten viele Kinder und Jugendliche durch das freizeitpädagogische Angebotskonzept erreicht werden. Der Freizeitpädagoge entwickelt sportliche und kreative Angebote, die u. a. folgende Ziele verfolgen: Stärkung der Identität und des Selbstvertrauens, Erlernen von sozialem Verhalten, Übernahme von Verantwortung sowie Freude an der Bewegung im Team.
Lernförderung und Ägidiusstraße
Die Lehrer*innen leisten intensive Lernförderung, Abiturbegleitung, Schwerpunktförderung und Beratung bei Fragen der Schul- und Ausbildungslaufbahn. Die Stiftung unterstützt den Heimverbund außerdem durch die Zur-Verfügung-Stellung des Hauses an der Ägidiusstraße, in dem eine Gruppe von Jugendlichen betreut wird.