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Anneliese Brost Stiftung
Senioren tanzen gemeinsam im Gerhard-Kersting-Haus – Tanzprojekt Kompanie Schwindelfrei
Kunst & Kultur

Kompanie: Schwindelfrei

Tanzen im hohen Alter

Ein Tanzprojekt für pflegebedürftige Menschen

Das Projekt „Lass die Katze aus dem Sack – ein Tanzprojekt für pflegebedürftige Menschen“ geht in die zweite Runde: Kompanie: Schwindelfrei – Tanzen im hohen Alter! Ein ganzes Jahr haben wir intensiv mit im Schnitt 10 Bewohner*innen des Gerhard-Kersting-Hauses zusammengearbeitet. Fast jeden Mittwoch von 9 bis 10:30 Uhr war Tanz-Zeit. Wir lernten uns gegenseitig kennen, loteten individuelle Bewegungsmöglichkeiten aus, schufen einen vertrauensvollen Raum, um miteinander kreativ zu werden, und näherten uns über erste interne kleine Showings einer zukünftigen Aufführungssituation an.

Riesige Entwicklung – gesteigertes Selbstbewusstsein

In dieser Zeit konnten wir bei jedem Teilnehmenden eine riesige Entwicklung im Bewegungsrepertoire sowie ein gesteigertes Selbstbewusstsein wahrnehmen. Während zu Beginn der Tenor war: „Wer möchte uns denn überhaupt sehen, wir können doch nichts mehr!“ – warten die Teilnehmenden heute nicht mehr darauf, bis wir ihnen eine Bewegung vorgeben. Sie haben gelernt, ihren inneren Impulsen zu folgen und Führung zu übernehmen. Und der Spaß am freien Tanzen durfte am Ende jeder Stunde auch nicht fehlen.

Die zweite Etappe – Ziele für 2026

Diese körperliche und auch geistige Entwicklung möchten wir nun für die zweite Etappe des Projekts nutzbar machen. In 2026 möchten wir die Tanzgruppe – die inzwischen fast 10 % der Bewohneranzahl des Heims ausmacht – weiterhin einmal in der Woche trainieren. Diese Lebensfreude und die Teilhabe an einem kulturellen Projekt möchten wir weiterhin anbieten. Wir möchten die Menschen weiterhin fördern und fordern, ohne sie zu über- oder unterfordern. Diese Gratwanderung gilt es jede Woche neu auszuloten.

Auf die Bühne – mit dem Maschinenhaus Essen

Wenn es die Gruppe zulässt und es von allen Teilnehmenden gewünscht ist, möchten wir den Gang auf die Bühne – in einem den Teilnehmenden angemessenem Tempo – wagen. Unsere Partner vom Maschinenhaus Essen stehen bereit, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Sollte dies seitens der Teilnehmenden nicht möglich oder gewollt sein, würden wir am Ende des Projekts wieder eine kleine öffentliche Aufführung im geschützten Rahmen des Heims zeigen.

Fotos: Tamara Nisiyama

Einblicke